Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie

hg. von Dr. Anton Holzer

Bücher, kurz vorgestellt

Erschienen in: Fotogeschichte 113, 2009

  • Gisela Kayser, Cordula Lebeck (Hg.): Robert Lebeck Fotoreporter – Göttingen: Steidl, 2008 – 24 × 17 cm, 240 S., 286 Abb. in S/W, kartoniert, 12 Euro

Ein Überblick über das Lebenswerk des Fotoreporters Robert Lebeck in 450 Fotos und mit Beispielen gedruckter Zeitungen. Robert Lebeck, geb. 1929, veröffentlichte sein erstes Bild 1952, arbeitete dann für die großen Illustrierten der Bundesrepublik, Stern und Geo, Revue und Kristall. Der Bild- band, zur Ausstellung im Berliner Martin Gropiusbau er- schienen, ist schön, die Einleitung von Michael Koetzle leider viel zu knapp, um einen Blick hinter die Bilder werfen zu können.

  • Matthias Bruhn: Das Bild. Theorie – Geschichte – Praxis – Berlin: Akademie Verlag, 2009 – 21,5 × 15,5 cm, 255 S., Paperback – 19,80 Euro

Eine Einführung in die Bildwissenschaft, die viel will. Auf 255 Seiten werden un- terschiedlichste Aspekte des Themas behandelt, von den Trägermaterialien über die Formen der Wahrneh- mung, von den Bildermärkten bis zu den Präsentationsformen, von der Theorie der Bildwissenschaft bis zum Urheberrecht, in gedrängter Form, anhand vieler Beispiele. In der enormen Fülle der Verweise droht der Überblick oft verloren zu gehen. Guter abschließender Serviceteil mit Literatur- und Zeitschriftenverzeichnissen, Internetressourcen, Sachregister und Glossar.

  • Alexander Missal: Seaway to the Future. American Social Visions and the Construction of the Panama Canal, Madison – Wisconsin: University of Wisconsin Press, 2009 – 23,5 × 16 cm, 267 S., 34 S/W Abb., gebunden mit SU – 34,95 US Dollar

Der Bau des Panama-Kanals zu Beginn des 20. Jahrhunderts war ein gewaltiges techni- sches Vorhaben. Es war aber auch, das zeigt der Autor, ein großangelegtes Kulturprojekt der amerikanischen Außenpolitik, in dem auch die Fotografie (neben der Literatur, der Grafik und anderen Medien) eine zentrale Rolle spielte. Die Öffentlichkeitsarbeit stützte sich auf eine ei- gene Fotoabteilung, Bildpostkarten und Bildbände wur- den herausgegeben, die illustrierte Presse mit Aufnah- men versorgt, Ausstellungen wurden organisiert.

  • The Invention of Paradise 1845–1870. Tahiti and the Marquesas – München: Daniel Blau, 2008 – 30 × 25 cm, 170 S., 167 Abb. – 39 Euro zuzüglich Versandspesen, Bestellung: www.danielblau.de

Ozeanien galt im 19. Jahrhundert als Projektionsfläche des Fremden. Der Franzose Paul-Èmile Miot (1827–1900), entdeckte in den 1850er Jahren als Amateur und später als Marinefotograf die Fotografie. 1857 brachte er Bilder aus Neufund- land mit, 1868/71 war er in Amerika und auf den Inseln im Pazifik, u.a.in Tahiti. Der Schiffsoffiziermitethnologischem Interesse quittierte Anfang der 1890er Jahre seinen Dienst und wurde 1892 Kurator im Marinemuseum in Paris. Bildband mit wenig Textinformation.