Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie

hg. von Dr. Anton Holzer

Anna Schneider, Thomas Zaugg

Zwischen Piktorialismus und Reportage

Der Schweizer Pressefotograf Hermann Stauder (1887–1949)

Erschienen in: Fotogeschichte, Heft 155, 2020

 

Hermann Stauder (1887–1949) gilt als der erste fest angestellte Pressefotograf der Schweiz. Doch bleibt er biografisch und fotografiehistorisch nahezu unbekannt. Überliefert ist, dass der Sohn aus einer verarmten St. Galler Fabrikantenfamilie bei einem Atelierfotografen in die Lehre ging.[1] In den 1910er Jahren begann er Volksszenen und Trachtenbilder auf Reisen einzufangen, was einem Bruch mit der verbreiteten Atelierfotografie gleichkam. Während des Ersten Weltkriegs wurde Stauder vom Schweizer Zeitschriftenverlag Ringier engagiert. Durch die Nationalisierungstendenzen in den 1930er Jahren, die sich in der Schweiz in einer teilweise staatlich gestützten „geistigen Landesverteidigung“ äußerten, erhielt seine Arbeit neue Tragkraft. Selbst hohe Regierungsmitglieder inszenierte Stauder damals in freier Natur und man verglich ihn bereits mit Albert Anker, dem 1910 verstorbenen Schweizer Genremaler. 1949, als Berufskollegen seinen Stil längst als veraltet betrachteten, starb Stauder 61-jährig bei einem Autounfall.

Von der Forschung wurde Hermann Stauder aus nachvollziehbaren Gründen vernachlässigt. Sein konformistischer Stil ließ interpretatorische Auslotungen als unergiebig erscheinen. Dass sein Bildplattenarchiv durch Unachtsamkeit zerstört wurde, hat den Zugang zusätzlich erschwert.[2] Im Gegensatz jedoch zu vielen in den letzten Jahrzehnten mit Ausstellungen und Bildbänden dokumentierten Schweizer Pressefotografen gehört Stauder in eine wenig bekannte Frühphase mit eigenen interessanten Facetten. In seinem von Traditionalismus geprägten Stil lassen sich zeitgemäße, aber auch ungeahnte Dynamiken feststellen. So wurden Stauders Bauernporträts in den 1930er Jahren zur Stilisierung von „Volkstypen“ überhöht. Aus anderen Motiven hingegen wird der Versuch erkennbar, vom malerisch-idyllischen Piktorialismus loszukommen und den Bildern Bewegung zu verleihen. Die neuen Entwicklungen in der Fotoreportagetechnik, die sich immer mehr dem emotionsgeladenen Schnappschuss zuwandte, beeinflussten zuletzt also auch Stauder.

 

Anfänge im Piktorialismus und im Heimatschutz

Der fotografische Ansatz Stauders richtete sich gegen die als künstlich empfundene Studiofotografie.[3] Ab den 1910er Jahren bereiste er ländliche Regionen der Schweiz, insbesondere das Tessin, um Personen in ihrer natürlichen Umgebung abzulichten. Stauder schuf nicht weniger gestellte, an die Genremalerei erinnernde Aufnahmen von Menschen bei ihren alltäglichen Verrichtungen. Nahezu frei von Bewegung, erzeugen diese Szenen in Bildausschnitt und Lichtführung die für den Piktorialismus typisch malerische Atmosphäre. Stauder traf damit den Zeitgeist einer von Industrialisierung und Verstädterung geprägten Gesellschaft. Nicht nur die Heimatschutzbewegung setzte sich um die Jahrhundertwende für die Erhaltung und Wiederbelebung des Bauerntums ein. Selbst der religiöse Sozialist Leonhard Ragaz forderte 1918: „Das Landleben muß wieder Seele gewinnen und damit Stil, sinnvolle Sitte, Freude und Schönheit.“[4] Der Mundartdichter und Heimatschützer Rudolf von Tavel beschrieb im Vorwort zu einer Bildermappe Stauders „das Schwinden des Idylls, der Lebenspoesie“.[5] Der Fotograf sei es, der mit seiner „unbestechlichen, mit künstlerischem Verständnis gehandhabten Linse den Nachweis erbringt, daß noch nicht jede Spur jener Poesie verschwunden ist und daß noch gar mancher besondere Zug diese und jene Gegend, diese und jene Volksgruppe auszeichnet“.

Mit dieser inneren Ausrichtung veröffentlichte Stauder in den 1910er und 20er Jahren zahlreiche Mappenwerke, die er nach Regionen und Themen gliederte. In volkskundlichen Bildbänden wie dem bekannten Schweizer Volksleben des Brauch- und Bauernhausforschers Heinrich Brockmann-Jerosch stößt man oft auf Stauders Volksszenen.[6] Es war aber insbesondere die 1911 gegründete Schweizer Illustrierte Zeitung, die das Zeitbedürfnis nach Bildern einer vergangenen Schönheit aufgriff.[7] 1914 publizierte die Illustrierte des Verlagshauses Ringier Auszüge aus Stauders Mappe Der Berner-Bauer[8] und beschäftigte ihn seit 1916 als „Spezial-Photographen“.[9] Damit leistete Stauder Pionierarbeit auf dem Gebiet der Pressefotografie. Die Schweizer Illustrierte Zeitung richtete sich nach einer breiten Leserschaft, sie enthielt Berichte zu Politik, Kriegen, Sensationen und fernen Ländern wie auch Fortsetzungsromane und Rätselseiten. Stauder dokumentierte weder das Tagesgeschehen noch begab er sich auf Auslandreportage.[10] Vielmehr passten seine Bilder ins Blattkonzept, Traditionen und Brauchtümern Raum zu geben. Damit die Leserschaft zur Illustrierten griff, zierten Stauders Aufnahmen von Bäuerinnen und Sennen regelmäßig das Titelblatt. Im Heftinnern sind die Fotografien entweder Teil ganzseitiger Bildberichte wie zum „Tessiner Volksleben im Verzascatale“ oder dienen zur Auflockerung textlastiger Fortsetzungsgeschichten.[11] Lieferte Stauder zunächst Fotografien aus seinem Fundus, erhielt er später zunehmend Aufträge, Personen zu porträtieren, die der Vorstellung traditionsbewusster Schweizer entsprachen.[12]

Wohliges Schauen und Schaudern prägte das Konzept der Illustrierten und Stauders Fotografien bildeten einen Gegenpol zu Kriegs- und Katastrophendarstellungen. So überschrieb die Schweizer Illustrierte Zeitung 1918 ihr Heft, auf dessen Titelblatt sie eine von Stauders Aufnahmen platzierte, mit „Fernab von Kriegs- und Weltgetriebe. Idyll aus dem Kanton Schwyz“. Auch im Heftinnern kontrastieren Stauders Bilder mit Schauplätzen des Ersten Weltkriegs und spektakulären Unfällen. Ein bemerkenswerter motivischer Bruch stellt dagegen eine Serie von Fotografien dar, die Stauder im Industriegebiet aufnahm. Als Teil der 1917 lancierten Aktion „Schweizer Woche“, die unter dem Motto „Ehret einheimisches Schaffen“ lief, sollte sie den Absatz von Schweizer Produkten ankurbeln.[13] In mehreren Jahrgängen gab Stauder Einblick in die Fabrikarbeit, 1924 beispielsweise in die Tabak- und 1927 in die Seifenindustrie.[14]

 

Die junge Pressefotografie und die geistige Landesverteidigung

In den 1930er Jahren erfuhr Stauders Schaffen eine Neubelebung, obwohl es in gewisser Weise überholt war. Im Umfeld der seit 1929 erscheinenden, in der Bildsprache progressiven Zürcher Illustrierten sah man Stauder längst als einen Vertreter der Vorvergangenheit.[15] Junge Pressefotografen wie Paul Senn (1901–1953), Gotthard Schuh (1897–1969) oder Hans Staub (1894–1990) schufen Sozialreportagen der Schweizer Arbeitswirklichkeit und verpflichteten sich einem dokumentarischen, mitunter auch politischen Stil.[16] Jakob Tuggener (1904–1988), der auf Bällen der Bourgeoisie ebenso wie auf den Wiesen des Zürcher Oberlands anzutreffen war, begann in jener Zeit eine eigene Ästhetik des Industriellen zu entwickeln. Zweifellos galt Stauder in diesen Kreisen als überkommener Kanonist. Arnold Kübler, Chefredaktor der Zürcher Illustrierten, erinnerte sich an die Schweizer Illustrierte Zeitung: „Da gab es einen Herrn Stauder mit Landkirchlein und urchigen Eidgenossen, aber auch Reportagebilder von [Walter] Bosshard und [dem Flugpionier Walter] Mittelholzer. Doch man war unfähig, eine Aufnahme so zu präsentieren, dass sie leben konnte. Die Seiten wurden vollgestopft, Bildchen an Bildchen gereiht. Es fehlte jedes Gefühl dafür, was eine Photographie ist.“[17]

Jedoch blieb jener Heimatstil nicht zuletzt deshalb populär, weil 1933 die Zeit der Bedrohung durch den Totalitarismus begann. Eine „geistige Landesverteidigung“ wurde von verschiedenen politischen und kulturellen Seiten gefordert und durch eine Botschaft der Schweizer Regierung Ende 1938 mit staatlichen Maßnahmen begleitet.[18] Obwohl das föderalistische Land vor einer gleichgeschalteten Kulturpolitik zurückschreckte, setzte auch in der Schweiz eine propagandistische Offensive zur nationalen Kohäsion ein. Viele Fotografen, darunter auch Hermann Stauder, blieben in jener Krisenzeit, die eine gesteigerte Form der Heimatschutzbewegung nach sich zog, dem Sujet der Bauernfamilie treu. In Schweizer Volkstypen, einem 1940 erschienenen Bildband, dienten Stauders Eidgenossen einer Schau der schweizerischen Rassenvielfalt.[19] Obwohl der Solothurner Volksschriftsteller Josef Reinhart im Vorwort betonte, dass auf den „farbigen Hintergründen“ der Berge kein einheitliches „Geschlecht von Menschen“ lebe, war das Buch vom zeitgenössischen Rassendiskurs durchdrungen. Kurze, wohl nicht von Stauder verfasste Bildlegenden beschrieben etwa ein „Mädchen aus dem Muotatal, zwar blond und blauäugig, aber mit rundem Kopf, während man den reinen Alemannen die längliche Form zuschreibt“. Eine junge Luganesin sei „Vertreterin eines ziemlich seltenen Grundtyps, der uns besonders in den Mundpartien fast an gewisse Negerrassen mahnt“. Stauders Bilder erschienen merklich zusammengeschnitten, von den „farbigen Hintergründen“ blieb wenig übrig. Die Gesichtsmaße traten anstelle des ethnologischen Blicks und der Muster in Trachten oder Landschaften. 1918 beispielsweise war Stauders Bauer aus Mergoscia in der Schweizer Illustrierten Zeitung noch im Hochformat und im Kontext vieler anderer Sujets gezeigt worden. 1940 dagegen erschien das gleiche Motiv in Schweizer Volkstypen auf einer ganzen Seite im fast quadratischen Kopfbild. Der alte Piktorialismus hatte offenbar ausgedient.

 

Das Neue Sehen?

Darüber hinaus, so konservativ es auch weiter wirkte, begann sich Stauders Schaffen in den 1930er Jahren einem Reportagestil anzunähern, der Züge des Neuen Sehens trug.[20] Ein Beispiel ist die Bildserie, die Stauder im Sommer 1938 von der zwölfköpfigen Bundesratsfamilie Etter in deren Urlaub im zugerischen Unterägeri anfertigte. Als Beleg schweizerischer Eigenart in Zeiten des Totalitarismus saß Bundesrat Philipp Etter in der Schweizer Illustrierten Zeitung und bald auch in der internationalen Presse mit seinen Töchtern auf der Schaukel.[21] Die Bildserie wurde unlängst vom Staatsarchiv des Kantons Zug aus einem Album der Familie Etter digitalisiert.[22] Unter Motiven im gewohnten Stil findet sich dabei eine Fotografie, die von Stauders Versuch einer dynamischen, schnappschussartigen Bildsprache zeugt (vgl. Abb.). Das Motiv zeigt fünf der Kinder auf ihren Schaukeln und ihren Vater zwischen den Gestängen. Weil von unten aufgenommen, wirkt Bundesrat Etter zugleich agil und seltsam in die Länge gezogen. Es ist anzunehmen, dass dieses Bild aus der engeren Auswahl fiel, weil es die Erwartungen des traditionellen Publikums durchkreuzte.

Glaubt man den Erinnerungen eines Sohns von Bundesrat Etter, war Hermann Stauder mit 51 Jahren früh gealtert.[23] Doch litt er wohl kaum darunter, dass die junge Fotografengeneration seinen Stil ablehnte. 1941 beging er in der Schweizer Illustrierten Zeitung sein 25-Jahr-Jubiläum als „Spezialphotograph“.[24] „Ein Bild von [Albert] Anker könnte das sein“, wurde eine der Aufnahmen gelobt. Zu einer gebrechlichen Frau bei der Feldarbeit hieß es in der Unterzeile: „Ein Stück Leben, das selbst schon nah am Vergehen ist und doch noch für die Zukunft sorgt, hat Stauder da zu einem Bild von rührender Innerlichkeit geformt.“ In der Rezeption wurde Hermann Stauder wegen solcher Ästhetisierungen der sozialen Wirklichkeit oft hinterfragt. Stauders Bilder hätten die „politischen Spannungen“ verdrängt und als „nationale Tranquilizer“ gewirkt, schrieb der Germanist Peter von Matt.[25] „Sie stellen die Erregung still, indem sie die Stille zeigen.“ Aus einer solchen Perspektive mag Stauders Werk kaum mehr Interesse erwecken. Verschiebt sich allerdings der Fokus, stellt man etwa die Frage nach Entwicklungslinien zwischen Piktorialismus, Reportage und Neuem Sehen, könnte ein früher Pressefotograf wie Hermann Stauder wieder Gegenstand der Fotografieforschung werden.

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[1] Markus Schürpf: Fotografie im Emmental. Idyll und Realität, Bern 2000, S. 119 f. Markus Schürpf trug 1999 in Gesprächen mit Nachkommen Stauders einige biografische Angaben zusammen.

[2] „Man weiss so wenig von ihm“, schrieb Guido Magnaguagno 1988, „man muss sich ein Bild machen. Auf der einzigen Photo, die ich kenne, sieht er etwas nach Sonntag aus: in einem besseren Anzug mit Gilet, getüpfelter Krawatte, Nelke im Knopfloch.“ Guido Magnaguagno: Der Photograph Hermann Stauder 1887–1949, in: Guido Magnaguagno, Hans Sommer, Hermann Stauder: Bernerland – Bauernland, Münsingen-Bern 1988, S. 21–25, hier S. 23.

[3] Einen Überblick zu den Frühjahren der Schweizer Fotografie bieten René Perret: Frappante Aehnlichkeit. Pioniere der Schweizer Photographie. Bilder der Anfänge, Brugg 1991; Schweizerische Stiftung für die Photographie (Hg.): Photographie in der Schweiz von 1840 bis heute, Bern 1992.

[4] Leonhard Ragaz: Die neue Schweiz. Ein Programm für Schweizer und solche, die es werden wollen, 2. Aufl., Olten 1918, S. 254.

[5] So von Tavel im Vorwort bei Hermann Stauder: Der Berner-Bauer. 12 Studien aus dem Bauernleben nach Originalaufnahmen, Bern 1913, o. S.

[6] Heinrich Brockmann-Jerosch (Hg.): Schweizer Volksleben. Sitten, Bräuche, Wohnstätten, 2 Bde., Erlenbach-Zürich 1929–1931.

[7] Die Schweizer Illustrierte Zeitung war die erste bebilderte Zeitschrift in der Schweiz, die sich langfristig durchsetzen konnte. Peter Meier, Thomas Häussler: Zwischen Masse, Markt und Macht. Das Medienunternehmen Ringier im Wandel 1833–2009, Bd. 1, Zürich 2010, S. 75. Einen Überblick über die Entwicklung der illustrierten Presse in der Schweiz bietet ein 2016 erschienener Sammelband. Netzwerk Pressebildarchive (Hg.): Schweizer Pressefotografie. Einblick in die Archive, Zürich 2016.

[8]Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 9, 28.2.1914, S. 165; Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 13, 28.3.1914, S. 245.

[9]Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 50, 9.12.1916, S. 763. Stauders Bilder erschienen zum Beispiel auch in der Allgemeinen Volkszeitung und in L’Illustré, die ebenfalls zum Verlagshaus Ringier gehörten.

[10] Da sich in der Schweiz erst in den 1930er Jahren Fotoagenturen etablierten, kauften Herausgeber von Zeitschriften die Bilder vielfach im Ausland ein. Sofern Schweizer Fotografen Bilder beisteuerten, arbeiteten sie in der Regel unabhängig. Gianni Haver: La photographie et la presse en Suisse 1880–1950, in: Netzwerk Pressebildarchive (Hg.), (Anm. 7), S. 35–44, hier S. 40 f.; Mirco Melone: Die medialen Infrastrukturen der Schweizer Pressefotografie, in: Netzwerk Pressebildarchive (Hg.), (Anm. 7), S. 45–57, hier S. 46.

[11] Beispielsweise Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 18, 1.5.1924, S. 209.

[12] So etwa zu Ostern 1933 Stauders Bilder der Eierverkäuferinnen auf dem Markt in Bern. Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 15, 12.4.1933, S. 476.

[13] Markus Schürpf: Stationen der Schweizer Fotogeschichte, in: Schweizerisches Nationalmuseum (Hg.): Arbeit. Fotografien aus der Schweiz 1860–2015, Zürich 2015, S. 55–75, hier S. 56 f.

[14]Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 10, 6.3.1924, S. 112; Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 42, 13.10.1927, S. 1294 f.

[15] Eine Einführung zur Schweizer Fotografie der 1930er Jahre und insbesondere zur Zürcher Illustrierten bietet Guido Magnaguagno: Beginn und Entwicklung in den dreissiger Jahren, in: Schweizerische Stiftung für die Photographie (Hg.), (Anm. 3), S. 178–204.

[16] Peter Pfrunder bezeichnet es als eine eigentliche Problematik, dass die Schweizer Fotografiegeschichte Künstler ausblendet, die ihren Zenit bereits vor den 1930er Jahren überschritten haben. Peter Pfrunder: Nochmals lesen lernen. Eine andere Geschichte der Schweizer Fotografie, in: ders. (Hg.): Schweizer Fotobücher 1927 bis heute. Eine andere Geschichte der Fotografie, Baden 2012, S. 8–17, hier S. 11.

[17] Peter Killer: Anfänge und erste Höhepunkte des Bildjournalismus in der Schweiz. Notizen eines Gesprächs mit Arnold Kübler, in: Schweizerische Stiftung für die Photographie (Hg.): Photographie in der Schweiz von 1840 bis heute, Niederteufen 1974, S. 208–234, hier S. 210.

[18] Beatrice Sandberg: Geistige Landesverteidigung (1933–1945), in: Peter Rusterholz, Andreas Solbach (Hg.): Schweizer Literaturgeschichte, Stuttgart, Weimar 2007, S. 208–231.

[19] Hermann Stauder: Schweizer Volkstypen. Ein Volksbuch der Heimat, Zofingen 1940, o. S.; Markus Schürpf: Schweizer Volkstypen 1940. Hermann Stauder, in: Pfrunder (Hg.), (Anm. 16), S. 108–113, hier S. 113.

[20] Wie sich in den späten 1920er Jahren die moderne Fotoreportage durch publizistische wie fototechnische Neuerungen entwickelte, beschreibt Annemarie Hürlimann am Beispiel von Walter Bossard (1892–1975). Annemarie Hürlimann: Der moderne Photojournalist, in: Peter Pfrunder, Verena Münzer, Annemarie Hürlimann: Fernsicht. Walter Bossard – ein Pionier des modernen Photojournalismus, Bern 1997, S. 68–89.

[21] Bezeichnend für den modernen Reportagestil hieß es auf dem Titelblatt, Stauder habe den Politiker „geknipst“. Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 33, 17.8.1938. „Dieses Bild ist mir das liebste geworden“, antwortete Stauder später auf die Frage nach seinem Lieblingssujet. Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 31, 28.7.1943, S. 12.

[22] Das Album befindet sich in Privatbesitz.

[23] Pater Kassian Etter schrieb 1968: „Herr Stauder war schon ein älterer Mann, der nicht gut hörte. Er ass mit uns und sass ganz oben am Tisch neben Vater. Einmal sagte Alois [der drittälteste Sohn] am Tisch plötzlich und unvermittelt: ‚Herr Stauder ist ein Aff!‘ Der Vater wurde furchtbar zornig. Alois aber verteidigte sich nachher. Das sei nur ein Test gewesen, er habe nur untersuchen wollen, ob Herr Stauder tatsächlich so schlecht höre.“ Klosterarchiv Einsiedeln, A.360/15.

[24]Schweizer Illustrierte Zeitung, Nr. 17, 23.4.1941, S. 535–537.

[25] Peter von Matt: Nationale Tranquilizer, in: NZZ Folio, Nr. 254, September 2012, S. 14–16, hier S. 16.

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