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Péter Korniss: Siebenbürgen, Familienporträt aus dem Jahr 1997,© Péter Korniss (Galerie Várfok in Budapest).

Christine Bartlitz

Visual History

Online-Nachschlagewerk für die historische Bildforschung: www.visual-history.de

Internetportal: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Projektleitung: Dr. Jürgen Danyel, Prof. Dr. Annette Vowinckel. Redaktion: Christine Bartlitz, Karsten Borgmann, Eszter Kiss, Violetta Rudolph, Kontakt: bartlitz(at)zzf-pdm.de

Visual History. Institutionen und Medien des Bildgedächtnisses – Verbundprojekt: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung, Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Deutsches Museum. Projektleitung: Dr. Jürgen Danyel, Prof. Dr. Annette Vowinckel, Prof. Dr. Simone Lässig, Prof. Dr. Peter Haslinger, Dr. Wilhelm Füßl

Erschienen in: Fotogeschichte, Heft 134, 2014

Seit einigen Jahren boomt die historische Bildforschung, und Historikerinnen und Historiker, die neben klassischen Text- auch Bildquellen auswerten, sind schon lange keine Exoten mehr. Die Untersuchung der visuellen Zeugnisse der Vergangenheit ist zu einem integralen Bestandteil der Geschichtswissenschaft geworden, was sich auch an der erfolgreichen Etablierung des Forschungsfelds „Visual History“ ablesen lässt. Dennoch fehlt es an solider Grundlagenforschung zu einzelnen Akteuren und Institutionen, die das Bildgedächtnis moderner Gesellschaften geprägt haben. Bislang kaum erforscht ist der Anteil von Bildagenturen und Bildredakteuren an der Produktion und Distribution von Bildern. Gleiches gilt für den gesamten Bereich der Bildzensur oder der sich wandelnden technischen Möglichkeiten der Produktion, Bearbeitung und Verbreitung von Bildern.

Wer kontrollierte und bestimmte in der Krisen- und Umbruchsphase des späten Staatssozialismus, welche Bilder in die Öffentlichkeit gelangten? Welche Rolle spielen Schulbücher als visuelle Medien? Wie nutzt die Wissenschaft das Medium der Fotografie, um ihre Ergebnisse in der Öffentlichkeit sicht- und nachvollziehbar zu machen? Vor welchen Problemen stehen die Bildarchive im digitalen Zeitalter? Dies sind nur einige der Fragen, denen sich das Verbundprojekt Visual History. Institutionen und Medien des Bildgedächtnisses widmet, das bis 2015 durch die Leibniz-Gemeinschaft gefördert und von vier Instituten getragen wird: dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam, dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig, dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg und dem Deutschen Museum in München.

Neben den einzelnen Forschungsprojekten, die ihre Ergebnisse in Form von Qualifikationsarbeiten und Buchpublikationen präsentieren werden, ist seit Ende 2013 das am ZZF in Potsdam beheimatete Internetportal Visual History – Online-Nachschlagewerk für die historische Bildforschung (www.visual-history.de) online. Damit wird eine Kommunikations- und Informationsplattform zur Verfügung gestellt, die aktuelle Einblicke in die wachsende Community der historischen Bildforschung und deren Aktivitäten liefern und die Vernetzung der Institutionen und Forscher/innen verbessern soll. Ein wichtiger Bereich ist dabei die Vorstellung von aktuellen Forschungsprojekten der Visual History.

Das Angebot bündelt darüber hinaus unter der Rubrik „Aktuelles“ Informationen zu Tagungen, einschlägigen Neuerscheinungen und Ausstellungen im Bereich der Geschichtswissenschaft. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit denjenigen Fachbereichen, die traditionell mit visuellen Quellen arbeiten – Kunstgeschichte, Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft –, ist ausdrücklich erwünscht. In unterschiedlichen Beitragsformaten sollen in dem Blog zudem Beiträge zu den theoretischen und methodischen Grundlagen der Visual History sowie zu zentralen Forschungsfeldern und wichtigen Debatten auf diesem Gebiet erscheinen.

Visual-history.de richtet sich also zum einen an Historiker, die sich über die theoretischen und methodischen Grundlagen der Visual History verständigen wollen. Das Informationsangebot möchte darüber hinaus aber auch eine breitere historisch interessierte Öffentlichkeit für die Spezifik visueller Zeugnisse als Teil der kulturellen Überlieferung sensibilisieren und zugleich ein Forum bieten für Aktivitäten, die die Bewahrung und Archivierung des visuellen Materials sowie seine verbesserte Zugänglichkeit für die Forschung zum Ziel haben. Informationen über neue Beiträge und Veränderungen zu Artikeln können per RSS-Feed abonniert werden. Die erste Arbeitssprache ist Deutsch; englischsprachige Beiträge sind ausdrücklich erwünscht. Alle, die ihr Projekt vorstellen oder einen Blogbeitrag schreiben möchten, sind herzlich eingeladen, sich an die Redaktion von visual-history.de zu wenden (bartlitz(at)zzf-pdm.de).

 

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